Leezenkurier

Fahrradzeitung für das Münsterland

Bei Starkregen runter von der Straße

Regen hatten wir in den vergangenen Wochen nun wahrlich genug. Doch wer bei Wind und Wetter radelt, sollte nicht nur die richtige Kleidung, sondern auch das richtige Verhalten parat haben. Schließlich möchte niemand vom Blitz getroffen werden, wenn gerade ein kräftiges Sommergewitter niedergeht.

Ist keine Bushaltestelle und auch sonst kein Unterschlupf in der Nähe, gilt es bei heftigem Blitzschlag, eine Schutzposition einzunehmen – am besten in einer Mulde von freien Flächen: Dazu geht man mit geschlossenen Beinen und angelegten Armen in die Hocke und „macht sich insgesamt klein“, so der Pressedienst-Fahrrad (pd-f) in Göttingen.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) in München rät, die Kontaktfläche zum Boden möglichst klein zu halten, um die Gefahr von sogenannten Kriechströmen zu senken. Dazu lässt sich eine Fahrradtasche als Unterlage nutzen. Da Fahrräder oft aus Metall und anders als Autos nicht ausreichend isoliert sind, um gegen Blitzeinschlag zu schützen, empfiehlt der pd-f einen Sicherheitsabstand von mindestens zehn Metern zwischen Mensch und Rad.

Was Radelnde ebenfalls am besten vermeiden sollten, sind freistehende Bäume und Waldränder, Seen und Bäche sowie alle anderen wasserführenden Bereiche. Wer sich bei Gewitter im Wald aufhält, ist zwar weitgehend vor Blitzschlag geschützt, nicht aber vor herabfallenden Ästen. Menschen im Sattel empfiehlt der pd-f, bei Starkregen auch die Straße zu verlassen, weil dann die Sicht vom Steuer eines Autos aus oft stark beeinträchtigt ist.