Leezenkurier

Fahrradzeitung für das Münsterland

Gemeinsam für mehr Sicherheit an der L 579

Beim Ausbau der L 579 zwischen Altenberge und Laer entsteht ein moderner, einseitiger Geh- und Radweg. Was in der ursprünglichen Planung jedoch fehlte, war eine sichere Querung zum Wirtschaftsweg Flooth – ein erhebliches Risiko für Anwohnende, Schulkinder sowie Radpendler und -touristen. In der Bauerschaft Flooth leben zahlreiche Familien. Wer die Bushaltestelle oder künftig den neuen Radweg – perspektivisch die wichtigste sichere Radverbindung zwischen Laer und Altenberge – erreichen will, muss die Landstraße queren, bislang ohne jede Sicherung.

Da der Umbau bereits im Sommer 2026 beginnen soll, war schnelles Handeln gefragt. Bei einem Ortstermin mit Bürgermeistern, Landtagsabgeordneten, Straßen.NRW und dem ADFC wurde die Problematik deutlich. Zwar verwies der Landesbetrieb zunächst auf fehlende Unfallschwerpunkte, doch das Engagement der Initiative – unterstützt vom ADFC – brachte Bewegung in die Sache. Eine Online-Petition erreichte über 800 Unterschriften. Für die ADFC-Ortsgruppe Altenberge war das Thema ein besonderes Anliegen: Auf diesem Streckenabschnitt war vor Jahren ein Grundschüler tödlich verunglückt, bevor eine Querungshilfe gebaut wurde. „Ein solcher Schicksalsschlag darf sich nicht wiederholen“, so Birgit Koch-Heite vom ADFC.

Mit Erfolg: Straßen.NRW hat umgeplant. Im Zuge einer neuen Linksabbiegespur wird nun auch eine beleuchtete Querungshilfe eingerichtet und die Bushaltestelle verlegt. Ab Sommer 2026 wird die L 579 damit für alle ein Stück sicherer – ein starkes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit über Gemeinde- und Parteigrenzen hinweg.