Foto Matthias Wüstefeld
Ein Geisterrad (oder Ghostbike) ist ein weiß gestrichenes Fahrrad, das als Mahnmal für im Straßenverkehr tödlich verunglückte Radfahrerinnen und – fahrer aufgestellt ist. Neben der Funktion als Gedenkstätte sollen Geisterräder
auch auf mögliche Gefahrenpunkte hinweisen.
Die ersten Geisterräder wurden 2003 in den USA im Bundesstaat Missouri aufgestellt. Bald waren sie auch in Australien, Brasilien und Kanada zu sehen. Ab 2008 wurden sie in Wien und ein Jahr später auch in Berlin aufgestellt.
Der ADFC Berlin e. V. stellte allein im Februar 2009 elf Geisterräder auf. Seitdem sind zahlreiche Räder auch in kleineren Städten und Gemeinden hinzugekommen. Seit 2014 sehen wir diese traurigen Mahnmale auch in Münster.
Wie und von wem sie aufgestellt werden, bleibt den Fahrrad-Communities in den Städten und Gemeinden überlassen. Es gibt hier keine festen
Regeln. Natürlich sollten Verwaltung und Angehörige der Unfallopfer mit einbezogen werden.
Die aufgestellten weißen Räder sollen gerade an gefährdeten Stellen im Straßenverkehr zu einem rücksichtsvollen Verhalten animieren. Sie sind
ebenfalls für die ADFC-Aktiven eine große tivation, sich mit viel Engagement für sicheres Radfahren einzusetzen. Die ersten vier Geisterräder wurden in Münster auf Initiative des ADFC aufgestellt und werden von ihm auch gewartet.


