Die ADFC-Ortsgruppe Ahlen zeigt sich enttäuscht über das Vorgehen der Stadtverwaltung bei aktuellen Straßensanierungen. Trotz einer klaren Absprache mit führenden Verwaltungsmitgliedern und dem damaligen Bürgermeister Dr. Alexander Berger, wonach bei Baumaßnahmen stets die Radverkehrssituation geprüft und verbessert werden sollte, wurde diese Vereinbarung bei der Erneuerung von Abschnitten der Moltkestraße und der Parkstraße ignoriert.
„Wir setzen uns seit Jahren für eine bessere Radinfrastruktur in Ahlen ein“, erklärt ein Sprecher der Ortsgruppe. Dazu zählen neue Radwege, Abstellanlagen, sinnvolle Wegeführungen und bauliche Anpassungen. Ziel ist es, Radfahren sicherer und attraktiver zu machen – gerade angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt, die im kommenden Jahr unter Haushaltssicherung stehen könnte.
Die Stadtverwaltung hatte zugesagt, bei jeder Baumaßnahme zu prüfen, ob eine Veränderung der Wegeführung sinnvoll ist, um unnötige Doppelarbeiten und Kosten zu vermeiden. Doch bei den jüngsten Sanierungen wurde weder mit dem ADFC noch mit der Politik rechtzeitig Rücksprache gehalten. Die Verwaltung handelte eigenmächtig und setzte die Maßnahmen ohne Beteiligung relevanter Akteure um.
Nachträglich versuchte der ADFC, durch Markierungen und kleinere bauliche Anpassungen die schlimmsten Fehler zu korrigieren. Doch durch die bereits ausgeschriebenen Leistungen war nur begrenzter Spielraum für Änderungen.
Mit Blick auf die Zukunft setzt der ADFC nun Hoffnung in den neugewählten Bürgermeister Matthias Harmann. „Wir hoffen, dass nach diesem Vorfall und dem medialen Echo, mehr Verbindlichkeit entsteht“, heißt es vom ADFC. Man werde sich weiterhin politisch engagieren und aktiv den Dialog mit dem neuen Bürgermeister suchen.

