Leezenkurier

Fahrradzeitung für das Münsterland

Fotos: Ankunft in Meppen ©Michael Siebert

Auf zwei Rädern durch das Emsland

ADFC Telgte-Ostbevern startet erste Mehrtagestour

Münster-Meppen. Ereignisreiche vier Tage im Sattel liegen hinter den Aktivsten der ADFC-Ortsgruppe Telgte-Ostbevern. Eine 13-köpfige Gruppe begab sich auf eine viertägige Mehrtagestour, um die landschaftlichen und kulturellen Highlights rund um die emsländische Kreisstadt Meppen zu erkunden. Insgesamt legten die Radlerinnen und Radler bei bester Stimmung über 160 Kilometer zurück.

Auftakt entlang der Ems und Geester Speicherbecken

Die Reise begann mit einer umweltfreundlichen Zuganreise bis nach Leschede. Von dort aus startete die erste, 60 Kilometer lange Etappe, die die Gruppe zunächst auf naturnahen Wegen am stillgelegten Kraftwerk Emsland vorbeiführte. Nach einer ersten Rast am geschichtsträchtigen Wasserknotenpunkt Hanekenfähr und einer gemütlichen Kaffeepause steuerte die Gruppe das Speicherbecken Geeste an. Nach der Umrundung des weiten Gewässers ging es weiter zum Etappenziel Meppen. Dort bezogen die Teilnehmenden ihr Quartier im Hotel Pöker, wo der erste Tag bei einem gemeinsamen Abendessen gemütlich ausklang.

Kulturschätze an der Hase und Natur pur

Nach einem ausgiebigen Frühstück widmete sich die Gruppe am zweiten Vormittag zunächst den Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Meppen. Anschließend startete die 46 Kilometer lange Tagesetappe zunächst zur Höltingmühle, passierten die Koppelschleuse und radelten dann in Richtung Haselünne. Auf abwechslungsreichen Wirtschaftswegen führte die Route durch weitläufige Wald- und Wiesengebiete. Ein Zwischenstopp wurde im idyllischen Bückelte eingelegt, um die dortige sehenswerte Kapelle zu besichtigen. In der historischen Kornbrennerstadt Haselünne angekommen, standen eine kleine Stadtbesichtigung und eine Kaffeepause auf dem Programm. Die anschließende Weiterfahrt führte rund um den Haselünner See und durch das angrenzende Naturschutzgebiet wieder zurück nach Meppen.

Verdiente Pause Foto: ©Michael Siebert

Vom Emsland-Dom zum Moormuseum

Die finale, 55 Kilometer lange Etappe am dritten Tag führte die Gruppe zunächst flussaufwärts nach Haren. Auf dem Weg passierten die Radlerinnen und Radler den bekannten, architektonisch ungewöhnlich „falsch“ konkav-gebogenen Globus sowie die Hünteler Schleuse. In Haren angekommen, beeindruckte der sogenannte „Emsland-Dom“ – die St.-Marthinus-Kirche, deren Kuppelbau mit 58 Metern Höhe als größter nördlich der Alpen gilt. Durch das Rühler Moor ging es weiter zum Emsland-Moormuseum in Geeste-Groß Hesepe. Dort rundeten eine fachkundige Führung und eine Fahrt mit der historischen Feldbahn das Programm ab, bevor die Gruppe die Rückfahrt zum Hotel antrat.

Besuch im Moorlandmuseum Foto: ©Michael Siebert

Ein rundum gelungenes Fazit

Erschöpft, aber sichtlich begeistert und reich an neuen Eindrücken endete die diesjährige Mehrtagestour. Die Teilnehmenden lobten die perfekte Organisation der Tourguides und die gesamte Strecke verlief absolut reibungslos. Die Planungen für das kommende Jahr laufen bereits.