Leezenkurier

Fahrradzeitung für das Münsterland

Gespräche am Rande

Fahrradcodierung gegen Diebstahl

Kodieraktion am Stadthaus 1l

Seit Jahren können sich Interessierte ihr eigenes Fahrrad codieren lassen, dass bedeutet, sie lassen sich von den Fachleuten des ADFC eine Nummer in den Rahmen ihres Rades stanzen. Das hat seinen Grund: Die Rahmennummer alleine reicht zur eindeutigen Identifizierung des Rades nicht aus, weil jeder Hersteller seine eigenen Rahmennummern vergibt und diese deshalb auch mehrfach vorkommen können. Zudem befinden sich die Rahmennummern an versteckten Stellen, wo sie von Dieben unauffällig heraus geschliffen oder manipuliert werden können. Bei neueren Fahrrädern ist die Rahmennummer manchmal sogar nur auf einem Aufkleber vermerkt. Uncodierte Fundräder können deshalb nur zu einem Bruchteil ihren Eigentümern zugeordnet werden und landen häufig in einer Versteigerung. Die vom ADFC vergebene Nummer setzt sich aus dem Wohnort, der Straße mit Hausnummer und den Initialen des Namens zusammen. Damit die 0,5 x 5 cm kleine Codierung auch wiederzufinden ist, wird sie mit einem Aufkleber deutlich mit Sichtfenster markiert. Am Mittwoch, dem 8. Juli 2026, konnten so auf dem Platz des Westfälischen Friedens 45 Räder für Mitarbeitende der Stadt Münster ihren Eigentümern sicher zugeordnet werden. Für Diebe ist ein solches Rad nicht viel wert, da es eindeutig als gestohlen erkannt werden kann. Der ADFC in Münster führt regelmäßig Kodieraktionen in seiner Zentrale an der Dortmunder Straße 19 durch.

Nebenbei kamen viele interessierte Personen vorbei und ließen sich von den vier Aktiven des ADFC rund ums Fahrrad und Radtouren beraten. Hier konnte ihnen mit Infomaterial und Routenvorschlägen geholfen werden.

Text und Fotos: Peter Wolter und Ludger Picker