von Martin Kamps

Bis zu 7000 Beschäftigte hatte der Bergbau in Ahlen auf der Zeche „Westfalen“; die Kohleförderung wurde im Jahr 2000 eingestellt. Der Ahlener Bergbautraditionsverein pflegt jedoch die Geschichte des Ahlener Bergbaus und hat u. a. die „Zechenrunde“ konzipiert. Auf einer Strecke von 39 Kilometern führt sie zu 8 Standorten des ehemaligen Bergbaus. Die Tour startet an den imposanten Gebäuden der Zeche, die jetzt von verschiedenen Gewerben genutzt werden. Sie führt zunächst über den Werseradweg zu einem ehemaligen Wetterschacht und über den Zechenbahnradweg zum Kanalhafen in Hamm, wo die Kohle verladen wurde. Imposant ist auf dem Enniger Berg die große Brache des Schachtes VII, der noch 1981 in Betrieb genommen, jedoch bereits im Jahr 2000 wieder geschlossen wurde. Ganz andere Aspekte des Bergbaus stellen das Denkmal zur Erinnerung an den Arbeiterdichter Herbert Berger und das Ehrengrab auf dem Westfriedhof zur Erinnerung an das größte Bergwerksunglück Ahlens dar, bei dem im Jahr 1920 14 Bergleute ums Leben kamen.

Bei frühlingshaftem Wetter startete die ADFC-Ortsgruppe Ahlen mit dieser „Zechenrunde“ in die Tourensaison 2026. Die Tour unter sachkundiger Begleitung des Bergbautraditionsvereins fand großes Interesse und wurde mit einem Besuch im Grubenwehrmuseum abgeschlossen.
Gruppen können eine begleitete Tour mit Führung durch das Grubenwehrmuseum bei Herrn Ottlips unter der Mobilfunknummer 0152 21969263 verabreden.
Auch individuelles Befahren der „Zechenrunde“ ist möglich; zu finden ist die Tour bei www.komoot.com/de-de/tour/2252934564.


